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Böden ohne Fugen bieten dem Betrachter einen ruhigen, einheitlichen Anblick, den keine störende Fuge unterbricht. Das Fehlen jeglicher Fugen hat ausserdem technische Vorteile. Die Böden sind sehr leicht zu reinigen, denn Fugen sind Vertiefungen, in denen sich Schmutz und Keime festsetzen können. Deshalb sind fugenlose Böden überall dort gefragt, wo es auf Hygiene besonders ankommt. Das können sowohl Räume in medizinischen Einrichtungen sein als auch Produktionsstätten, die Lebensmittel verarbeiten oder sensible Artikel in Reinräumen herstellen. Im Wohnbereich eignen sich fugenlose Bodenbeläge hauptsächlich für Feuchträume, denn sie sind wasserundurchlässig. Die Vielfalt der Möglichkeiten, die Oberflächen ansprechend zu gestalten, macht sie perfekt für Traumbäder und -küchen.
Die Optik des fertigen Bodens hängt vom verwendeten Material ab. Zusätzlich bieten unterschiedliche Verfahren, die Oberfläche zu schleifen und zu versiegeln, weiteren Gestaltungsspielraum. Fugenlose Bodenbeläge, die mit Hilfe einer Spachteltechnik entstehen, wirken später wie Platten aus Werkstein. Der mineralische Grundstoff ist eine Zementverbindung wie Beton. Die beigemischten Steinpartikel lassen sich bei vielen dieser Produkte beliebig kombinieren. Aus Systemen wie beispielsweise Naturofloor entstehen so ganz unterschiedliche Farben und Strukturen. Gegossene Kunststoffbeläge bedienen sich im Prinzip der gleichen Technik. Ihre Farben und Oberflächen entstehen durch die Zugabe feiner Teilchen, zum Beispiel farbiger Chips, die als sichtbares Muster erscheinen. Das Einstreuen spezieller Partikel sorgt bei Bedarf aber auch dafür, dass sich eine rutschfeste oder rutschhemmende Oberfläche ausbildet.
Wenn du dir einen fugenlosen Bodenbelag wünschst, hast du die Wahl zwischen Böden, die in Spachteltechnik entstehen, und Böden, die gegossen werden. Gussböden sind vor allem diejenigen Bodenbeläge, die aus Kunststoffverbindungen bestehen. Der flüssige Kunststoff trocknet vor Ort und bildet erst dann eine feste Schicht aus. Die Herstellung von Sichtestrich erfolgt ebenfalls im Gussverfahren. Die Zusammensetzung des Estrichbetons ist dabei sehr fein strukturiert. Der ausgehärtete Sichtestrich erhält zunächst einen gründlichen Schliff und anschliessend eine Versiegelung der Oberfläche, ganz ähnlich wie Parkett. Der fertige Betonfussboden sieht dann fast aus wie Marmor, der eine vergleichbare Wolkenstruktur in Beige- oder Grautönen zeigt.
Die fugenlosen Bodenbeläge können in jeder Stilrichtung glänzen. Sichtestrich oder Kunststoffböden sind perfekt für moderne, zweckmässige Räume. Ihr Stichwort ist „Industrial Style“ und diese Designvariante, die Elemente des nüchternen Interieurs von Industrieanlagen aufgreift, hat sich inzwischen auch als Wohntrend durchgesetzt. Wenn du dich eher für ein klassisches Interieur begeisterst, sind fugenlose Böden aus Naturstein oder Werksteinböden wie Terrazzo vielleicht eher dein Stil. Die zeitlosen, edlen Oberflächen passen sogar perfekt, falls du dich mit Antiquitäten eingerichtet hast.
Kunststoffböden besitzen zunächst die Vorteile aller Gussböden: Sie legen sich passgenau in jede Form, komplizierte Zuschnitte sind nicht notwendig. Gussböden sind immer massgefertigte Einzelstücke. Doch Kunststoffböden haben zusätzlich spezielle Eigenschaften, die sie von anderen fugenlosen Bodenbelägen unterscheiden. Im Gegensatz zu Steinböden sind sie zum Beispiel ölbeständig, was gerade bei Industrieböden sehr wichtig ist. Die besonderen Eigenschaften von Kunststoffböden im Einzelnen:
Fugenlose Bodenbeläge aus Naturstein sind tatsächlich „fast fugenlose Bodenbeläge“. Bei dieser Verarbeitungstechnik wird der Boden zunächst mit Natursteinfliesen oder Platten belegt, als wären es Fliesen. Die Fugen füllt anschliessend eine spezielle, farblich angepasste Spachtelmasse, damit sie nicht mehr sichtbar sind. Danach folgt ein Poliervorgang, der eine hauchfeine Schicht von der Oberfläche der Natursteinplatten und Fugen abschleift. So entsteht eine makellos ebene, hochglänzende Bodenfläche, die aussieht, als wäre sie aus einem Stück Naturstein. Ausserdem lassen sich auf diese Weise mit unterschiedlichen Natursteinplatten auch gemusterte Böden herstellen.
Dafür, dass sich fugenlose Böden fast ausschliesslich für den Innenbereich etabliert haben, gibt es zwei wesentliche Gründe: Zum einen sind die Böden recht teuer, sodass ein fugenloser Natursteinboden oder ein aufwendiger Spachtelbelag sich auf grossen Aussenflächen allein aus Kostengründen nicht unbedingt anbietet – auch wenn die Bodenbeläge technisch in der Lage wären, Frost und Feuchtigkeit zu verkraften. Zum anderen bergen die Böden, die innen mit hochglänzenden Oberflächen brillieren, bei Nässe eine deutliche Rutschgefahr. Daher findet man allenfalls in sehr warmen und trockenen Regionen Innenhöfe, deren Böden fugenlose Beläge haben.
Kalkputze stehen im Ruf, Wasser zu binden, Schimmel zu vermeiden und im Innenbereich tolle Eigenschaften zu entfalten. Wie Lehmputz sorgen Kalkputze für ein angenehmes Raumklima. Aber was genau können die traditionellen Baustoffe, wie verarbeitest du Kalkstreichputz im Haus und warum sollten Kalkputze nur für die Wände im Hausinneren verwendet werden? Und wie sieht es im Handwerk aus – werden Kalkputze überhaupt noch verarbeitet oder macht man das heute selbst? Hier gibt es Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Der Keller kann viel mehr sein als ein Aufbewahrungsort für Kartoffeln, Konserven und nicht mehr benötigte Gegenstände. Er kann einen Vorratsraum, eine Werkstatt, ein Hobbyzimmer, einen Fitnessraum, Platz für Waschmaschine und Trockner und mehr enthalten. Betrachtest du deinen Keller als Teil der Wohnung und pflegst du ihn entsprechend, gewinnst du eine Menge nutzbare Fläche hinzu. Eine Kellerabdichtung lohnt sich und vermeidet durchlässige, feuchte Kellern mit Schimmelflecken an den Wänden. Sie schützt ausserdem die Bausubstanz und erhöht den Immobilienwert. Wir erklären die Hintergründe und zeigen dir, worauf zu achten ist.
Fassaden für ein Gebäude bestehen normalerweise aus Gips, Beton, Putz oder Holz. Die oft geäusserte Befürchtung, dass eine Holzfassade eine begrenzte Lebensdauer hat, ist unnötig. Im Gegenteil kann diese bei einer guten Pflege wesentlich länger halten als andere Fassadenmaterialien. Dabei erweisen sich Holzverkleidungen als vielseitig für die Gestaltungsmöglichkeiten, dämmen und schützen das Haus und besitzen auch optische Vorteile. Das Haus kann rustikal, umweltfreundlich, klassisch, nüchtern oder verspielt erscheinen. Die Holzfassade eignet sich nicht nur für Holzhäuser, sondern auch für Gebäude aus Stein.
Das Zweischalenmauerwerk, auch Doppelschalenmauerwerk genannt, gehört zu den am öftesten verbauten Mauerwerken in der Schweiz. Diese Art der Aussenwände beruht auf einem bewährten Prinzip: Es gibt eine Aussenschale, eine Innenschale und einen Zwischenraum im Kern der Wände, welche mit einem Dämmmaterial gefüllt ist. Die Konstruktion zeichnet sich daher durch eine gute Wärmebeständigkeit aus. Alles rund um das Zweischalenmauerwerk erfährst du hier.
Der Kellerboden eines Hauses ist meist starken Belastungen und einer erhöhten Staubentwicklung, teilweise auch grosser Luftfeuchtigkeit, ausgesetzt. Um diese zu reduzieren, lohnt es sich, den Kellerboden zu streichen. Auch wenn sich diese Arbeit zunächst relativ einfach anhört, gibt es dennoch einiges dabei zu beachten. In unserem Ratgeber erhältst du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie das Streichen des Kellerbodens gelingt und wie du für ein optimales Ergebnis am besten vorgehst. Ausserdem erhältst du weitere nützliche Tipps sowie Alternativen zur Fussbodenfarbe.
Lärm „von oben“ kennen viele Menschen, die in einer Wohnung leben. Wenn bereits die kleinsten Trittgeräusche als laut und sehr störend empfunden werden, ist eine Schalldämmung der Decke eine mögliche Massnahme, um in den eigenen vier Wänden wieder Ruhe zu finden. Auch bei einer schlechten Akustik in den eigenen Räumen kann eine Schalldämpfung sinnvoll sein. Wann sich eine Schallisolierung lohnt, welche unterschiedlichen Möglichkeiten der Schalldämmung es für die Decke gibt und wie effektiv diese sind, erfährst du in unserem Ratgeber, in dem wir uns intensiv mit dem Thema der Geräuschminderung in Räumen beschäftigen.